Kräuter, Sträucher und sonstige Pflanzen und ihre Heilwirkung

Alant

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Helenium, Inulin, Petkin, ätherisches Öl, Alansäure, Kampfer

 

Wirkung

Auswurffördernd, antiseptisch, blutreinigend, entzündungshemmend, galletreibend, harntreibend, hustenstillend, krampflösend, schweißtreibend

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee oder Tinktur gegen Husten oder Bronchitis sowíe zur Förderung der Verdauung. Kauen der Wurzel zur Anregung der Verdauung und Verfeinerung des Gechmackssinns,

Äußerlich in Form von Salben, Waschungen oder Umschlägen als Wundheilmittel gegen Ekzeme, Geschwüre oder schlecht heilende Wunden.


Arnika

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Tannin, ätherische Öle, Kieselsäure, Flavonoide, Inullin und Cholin

 

Wirkung: antibakteriell, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend, hautreizend

 

Verwendete Pflanzenteile: Blüten von Juli bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Äußerlich: als Tinktur bei Wunden, Blutergüssen, Verstauchungen, Ödemen, Nerven- und Gelenkschmerzen, gegen Entzündungen nach Insektenstichen

Gut verdünnt (z.B. 10-25 Tropfen auf 1 Glas Wasser) zum Gurgeln bei Halsentzündungen

 

Achtung: Arnika ist sehr scharf und kann Hautentzündungen und Hautreizungen, bei manchen Menschen auch Allergien hervorrufen. Daher sollte man sie nur mit großer Vorsicht und stark verdünnt anwenden (Tinktur mindestens im Verhältnis 1:5!)

 

Baldrian

 

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Valepotriate, Baldriansäure, Tannine

 

Wirkung: beruhigend, entspannend, konzentrationsfördernd, krampflösend, schlaffördernd

 

Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln im Oktober, Blüten im Juli und August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Tee oder Tinktur bei Nervosität und Schlaflosigkeit, bei Schilddrüsenüberfunktion, Kopfschmerzen, nervösen Spannungen und Magenkrämpfen

 

Äußerlich: getrocknete Blüten im Schlafkissen

 

Achtung: Regelmäßige Anwendung größerer Baldrianmengen verursacht Kopfschmerzen und Störungen der Herztätigkeit


Basilikum

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide

 

Wirkung

Verdauungsfördernd, krampflösend, aromatisch, entzündungshemmend, beruhigend, harntreibend

 

Verwendete Pflanzenteile

Blätter und blühende Sprossspitzen von Juni bis September

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee zur Stärkung der Verdauungsorgane, des Nervensystems sowie gegen Migräne, bei Menstrations- und Wechseljahresbeschwerden, als Küchengewürz

Äußerlich bei schlecht heilenden Wunden, bei Entzündungen im Mund und Rachen, in der Kosmetik in Bädern und Gesichtswassern


Beinwell

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Allantoin, Rosmarinsäure, ätherische Öle

 

Wirkung: abschwellend, entzündungshemmend, wundheilend, schmerzstillend, adstringierend

 

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter von Juni bis August, Wurzeln im Spätherbst oder zeitigem Frühjahr

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Äußerlich: Salben bzw. Umschläge bei Muskel- und Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Verspannungen, Prellungen und Verletzungen, zur Wundheilung

 

In der Homöopathie bei Durchblutungsstörungen


Blutwurz

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Wurzelstock: Gerbstoffe, Tormentillrot, Tormentol, organische Säuren, Harz und Gummi

 

Wirkung

Zusammenziehend, stopfend, blutstillend, entzündungshemmend, antimikrobisch, schmerzstillend

 

Verwendete Pflanzenteile

Wurzelstock im März und Oktober

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee bei Magen- Darm-Erkrankungen, vor allem bei Durchfall; gegen rheumatische Erkrankungen und Gicht

Äußerlich als Tinktur oder Salbe bei Wunden und Verletzungen, bei Entzündungen im Mund-und Rachenraum oder Herpes


Borretsch

 

Wirkung

Beruhigend, auswurffördernd, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweißtreibend, harntreibend

 

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter und Blüten von Juni bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee gegen nervöse Herzbeschwerden, Fieber, Schlaflosigkeit und Melancholie,

in der Küche als Salatgewürz

Äußerlich als Umschläge, Bäder oder Waschungen gegen Ekzeme, Ausschlag und langsam heilende Wunden


Currykraut

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Kaffeesäure

 

Wirkung: abschwellend, entzündungshemmend, hustenstillend, hautberuhigend, schmerzstillend, wundheilend

Verwendete Pflanzenteile: blühende Sprossspitzen von Juli bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich  als Tee bei Bronchialkatarrh, asthmatischen Anfällen sowie Entzündungen der Nasenschleimhaut; wirksam bei Kopfschmerzen, Migräne sowie Arthritis und Rheuma

Äußerlich: als Dekokt oder Öltinktur zur Vorbeugung und Linderung von Sonnenbränden, Ekzemen und Schuppenflechte, zur Einreibung gegen blaue Flecken, Blutergüsse, Prellungen und Verstauchungen


Achtung: Das Öl darf nur äußerlich eingesetzt werden. Innerlich eingesetzt führt es zu Vergiftungserscheinungen.


Diptam

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Alkaloid, Bitterstoffe, Saponine, Flavonglykoside

 

Wirkung

Aromatisch, leicht, krampflösend und verdauungsfördernd, anregend, schleimlösend

 

Achtung die Pflanze ist geschützt!

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als aromatisches Getränk (Infus) zur Beruhigung, zur Stärkung der Verdauungsorgane und der Nerven

Äußerlich Anregung der Blutzirkulation


Eberraute

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Abrotin, Bitterstoffe, Gerbstoffe

 

Wirkung

Abwehrsteigernd, antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, appetitanregend

 

Verwendete Pflanzenteile

Sprossspitzen von Juni bis September

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee oder Tinktur zur Förderung der Verdauung und Anregung des Appetits, gegen Darmparasiten, bei Magen- und Darmbeschwerden und Rheumatismus, als balsamischer und auswurffördernder Tee bei Erkrankungen der Atemwege, als Gewürz

Äußerlich: narbenbildend

 

Achtung! Die Eberraute darf nicht in der Schwangerschaft eingesetzt werden!


Estragon

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Cumarin, Tannine, Asparagin, Carevon, Estragol, Eugenol

Wirkung: aromatisch, verdauungsfördernd, beruhigend, harntreibend, schmerzstillend, magenstärkend

Verwendete Pflanzenteile: Blätter im Mai/Juni und blühende Sprossspiten im Juli/August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Tee oder Tinktur zur Stärkung der Verdauungsorgane, Anregung des Stoffwechsels, gegen rheumatische Erkrankungen und Gicht, Husten und Erkältungen sowie gegen Frühjahrsmüdigkeit

Äußerlich: als Breiumschläge aus den frischen Blättern bei rheumatischen Gelenkschmerzen und Zahnschmerzen

 

Achtung! Der Estragon darf nicht in der Schwangerschaft angewendet werden!

 

Fenchel

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Chlorogen- und Kaffeesäure, Vitamine, Mineralstoffe

 

Wirkung: antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, auswurfördernd

 

Verwendete Pflanzenteile: Früchte im August/September, Wurzeln im Oktober/November

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Fenchelsirup und Fenchelhonig besonders in der Kinderheilkunde

Als Tee gegen Blähungen, Husten und Bronchitis, bei Verdauungsbeschwerden und Nierensteinleiden

Äußerlich als Tee aus Früchten zur Mundhygiene, Waschungen und Kompresse

 

Frauenmantel

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Flavonoide, Bitterstoffe, etwas ätherisches Öl

 

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut von Mai bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Tee bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden, zur Vorbeugung von Frauenkrankheiten, gegen Magen- und Darmbeschwerden

 

Äußerlich: Sitzbad gegen Weißfluss 


Gemeiner Andorn

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Marrublin, ätherisches Öl

 

Wirkung: verdauungsfördernd, auswurffördernd, fiebersenkend, reinigend, entzündungshemmend

 

Verwendete Pflanzenteile: blühende Sprossspitzen von Juni bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als balsamischer und auswurffördernder Tee oder Tinktur gegen Husten und Erkrankungen der Atemwege

Zur Förderung der Verdauung, Anregung der Gallensekretion und Fiebersenkung bei Darmerkrankungen, zur Stärkung der Abwehkräfte und des Immunsystems

Äußerlich: als desinfizierendes Mittel bei Geschwüren, Wunden und Schorf 


Heilziest

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Glykoside, Saponine, Tannine

 

Wirkung: fiebersenkend, schleimlösend, schmerzstillend, wundheilend, blutstillend, adstringierend

 

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und blühende Sprossspitzen im April / Mai

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Tee gegen Migräne und Bronchialkatarrh

Äußerlich: zum Reinigen und Säubern von Wunden und Verletzungen, fördert die Vernarbung, als Gurgelmittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum


Johanniskraut

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Hypericin, Flavonoide, ätherisches Öl, Tannine

 

Wirkung: beruhigend, entzündungshemmend, schmerzstillend, adstringierend, krampflösend, verdauungsfördernd, blutdrucksenkend

 

Verwendete Pflanzenteile: Blühende Sprossspitzen und Kraut im Juni/Juli

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee bei leichten bis mittelschweren Depressionen, Abgespanntheit, Kopfschmerzen,Verdauungsproblemen

Äußerlich: Johanniskrautöl zur Beruhigung der Haut, bei Verletzungen, Wunden und Verbrennungen, Muskelschmerzen

 

Ein Schnaps aus Blüten angesetzt wirkt gegen Einschlafstörungen und innere Unruhe


Kamille


Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Anteile an Kalzium und Bitterstoffen, Harzen und Salze


Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, wundheilend, bei Verdauungsbeschwerden, Nieren- und Blasenproblemen, bei Haut- und Augenentzündungen und bei Erkältungskrankheiten.

Kapuzinerkresse

 

Ernte

Mit der Ernte kann begonnen werden, sobald die ersten Blätter ausgebildet sind, Es können Knospen, Blüten, Blätter und Samen geerntet werden.

 

Inhaltsstoffe

Enthält wertvolle Mineralien, Vitamine und ist reich an ätherischen Ölen.

 

Gesundheit

Kapuzinerkresse fördert den Appetit, wirkt kräftigend und blutreinigend, unterstützt bei Entzündungen der Harnwege und stärkt das Immunsystem. Durch seine keimabtötende Wirkung kann es auch als Heilkraut bei Wunden eingesetzt werden.

 

Achtung! Kapuzinerkresse sollte man in Maßen zu sich nehmen, da es sonst zu Magen- Darm-Reizungen kommen kann.


Katzenminze

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Bitterstoff

 

Wirkung

Appetitanregend, krampflösend, menstruationsfördernd

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Aufguss oder alkoholischer Auszug gegen Frauenleiden, Schlaflosigkeit, Magenkrämpfe, Nervosität und Erkältungskrankheiten

Äußerlich; als Aufguss zur Stimulation des Blutkreislaufes, als Deodorant bei unreiner, durch Schweiß aufgeweichter Haut, Kauen frischer Blätter gegen Zahnschmerzen.


Kerbel

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Glykyosid und Bitterstoffe

 

Wirkung

Blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, scjweißtreibend

 

Verwendete Pflanzenteile

Kraut, bevor die Blütenknospen sichtbar werden, ca. 6-8 Wochen nach der Aussaat

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Küchenkraut mit feinem Aroma und anisartigem Geschmack zur Zubereitung von Quarkspeisen, Soßen, Salaten und Suppen u.a., als Tee zur Förderung der Verdauung, Linderung von Erkältungen, gegen Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen sowie Nieren- und Blasenbeschwerden, als stoffwechselanregende Frühjahrskur gegen Hautausschlag und Drüsenerkrankungen



Kleine Braunelle

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Alkaloid u.a.

 

Wirkung

Antibakteriell, entzünhdungshemmend, adstringierend, immunstimulierend, krampflösend

Verwendete Pflanzenteile

Kraut von Mai bis Oktober

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee zur Fieber- und Blutdrucksenkung sowie bei Halsentzündungen, auch als Mundspülung oder Gurgelwasser, bei Verdauungsstörungen, in der Küche als würzende Zutat in Kräutersalzen, - quark oder Salaten

Äußerlich Waschungen, Bäder oder Umschläge gegen Wunden und Entzündungen der Haut.


Klette


Inhaltsstoffe: Inulin, Fettsäuren und Tannine, Phosphorsäure, fettes Öl, ätherisches Öl, Tannine, Bitterstoffe, Phytosterine, Schleim und Teer.


Die Volksmedizin empfiehlt:

In der Volksmedizin werden vorwiegend die Wurzeln und seltener die Blätter der Großen Klette für Heilzwecke verwendet. Dazu werden die Wurzeln im späten Sommer und Herbst nach der Blüte der Klette, die Blätter im Sommer, gesammelt und im Schatten getrocknet.

Die Klettenwurzel wird vor allem als Diuretikum, choleretisch, entzündungshemmend und schweißtreibend verwendet.

Aufguss der Klettenwurzel

Übergießen Sie 15 bis 20 g zerkleinerte Wurzeln der Großen Klette mit 0,25 l kochendem Wasser und trinken von dem Aufguss 3 bis 4-mal täglich 1 EL nach den Mahlzeiten.
Alternativ können Sie auch 10 bis 25 g zerkleinerte Wurzeln mit 0,5 l kochendem Wasser übergießen und vom warmen Aufguss 3 bis 4-mal täglich 125 ml nach den Mahlzeiten trinken.

Die Volksmedizin verwendet diese Aufgüsse vorwiegend bei Rheuma, Gicht, Nierensteinen und Blasenkrebs, Ödeme, Gastritis und Colitismit chronischer Verstopfung und Diabetes.

Aufguss oder Sud bei Hauterkrankungen

Bei Hauterkrankungen wird ein Aufguss oder Sud aus den Wurzeln der Großen Klette bereitet. Eingenommen dienen diese als “Blut-Reinigungsmittel”, äußerlich als Waschung bei juckender Haut, Ausschlag, Akne, Ekzem und Furunkel.

Aufguss für Spülungen

Ein Aufguss der Wurzeln oder Blätter der Großen Klette kann auch für Spülungen bei entzündlichen Erkrankungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum verwendet werden.

Wundheilung mit Klettenblättern

Für die Wundheilung bei Verbrennungen, Geschwüren und Schnittwunden werden frische oder eingeweichte getrocknete Klettenblätter auf die betroffenen Stellen der Haut aufgelegt und für lange Zeit dort belassen.

Aufguss oder Sud zur Haarstärkung

Besonders beliebt ist die Klettenwurzel als ein Mittel zur Haarstärkung. Dazu wird unter anderem ein Aufguss oder Sud aus den Wurzeln 1-mal innerhalb von 3 Tagen in die Kopfhaut eingerieben.
Für die Haarstärkung und gegen Haarausfall empfiehlt die Volksmedizin auch das folgende Rezept:

Übergießen Sie 20 g zerkleinerte Klettenwurzel und 10 g Ringelblumenblüten mit 1 l kochendem Wasser, lassen den Aufguss aufkochen und dann noch für 10 bis 15 Minuten unter kleiner Hitze köcheln. Nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur sieben Sie den Sud durch und reiben ihn noch warm 1-mal innerhalb von 3 Tagen in die Kopfhaut ein.

Hinweis: Von der Anwendung der Großen Klette während einer Schwangerschaft wird abgeraten.


Kornblume


Kornblumenblüten regen die Verdauung an, förden die Harnsäureausscheidung, wirken gegen Rheuma und Entzündungen im Mund- und Rachenraum, gegen Kopfschmerzen und Fieber. Anregung der Funktion von Leber und Galle.


3g Blüten mit 1/4 l heißem Wasser übergießen und 10 min. ziehen lassen. 


Lavendel

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Cumarin, Glykosid, Saponin

 

Wirkung: antiseptisch, reinigend, blähungstreibend, harntreibend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, krampflösend

Verwendete Pflanzenteile: Blüten von Juli bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Tee oder Tinktur bei Bluthochdruck, Magenkrämpfen, Nervosität, Unruhe, Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen

Äußerlich als Öl oder Salbe bei Verletzungen und Wunden, zur Reinigung der Haut, als Badezusatz bei Kreislaufstörungen; in Kräuterkissen

 

Lindenblüten


Lindenblütentee wirkt Fieber senkend, krampflösend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, hilft bei Magenbeschwerden, Migräne und bei Atemwegserkrankungen. Inhaliert verschwinden nebenbei Pickel und unreine Haut. Als Badezusatz wirken Lindenblüten entspannend, beruhigend und schlaffördernd. Lindenblütentee vermischt mit 1 Eigelb wirkt als Gesichtsmaske für schöne Haut..


Madesüß

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Flavonoide

 

Wirkung: entzündungshemmend, schmerzstillend, fiebersenkend, antirheumatisch, durchblutungsfördernd, harntreibend, entgiftend

 

Verwendete Pflanzenteile: Blüten von Juni bis August, Wurzelstock im September/Oktober

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Tee bei Erkältungen oder grippalen Infekten, bei Problemen des Harnapparates und Stoffwechsels

 

Äußerlich: bei Rheuma, Gelenkschmerzen, Entzündungen

 

Vorsicht! Nicht überdosieren! Nicht bei Salicylallergie, in der Schwangerschaft und Stillzeit, nicht bei Kindern unter 2 Jahren anwenden. 


Mahonie

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Gerbsäure, Harz, Berberin, Palmatin, Vitamin C (Früchte)

 

Wirkung

Antibakteriell, blutreinigend, harntreibend, kräftigend

 

Verwendete Pflanzenteile

Wurzel und Rinde im Frühjahr und Spätherbst, Früchte im Herbst

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee zur Stärkung des Verdauungssystems, bei Darmentzündung, Nierenschwäche, Rachenentzündung (zum Gurgeln), Früchte sind in kleinen Mengen essbar und wirken abführend

Äußerlich als Salbe bei Hautkrankheiten wie Ekzeme, Akne, Gesichts- und Lippenherpes

 

Vorsicht: Nicht bei Schwangerschaft verwenden.


Minze

 

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (u.a. Menthol) Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavnoide, Enzyme, Valeriansäure

 

Wirkung

Antibakteriell, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, krampflösend,galletreibend, schmerzstillend

 

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter von Juni bis September (vor der Blüte)

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee bei leichter Gastritis, Magen- und Darmbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen und zur Anregung der Gallensekretion, bei Kopfschmerzen, in der Küche als Gewürz, ätherisches Öl als Zusatz zu Kaugummis, Zahnpasten, Mundwasser

Äußerlich als Teeaufguss für Bäder, Waschungen, Kompressen, ätherisches Öl zur Inhalation bei Erkältungen


Muskatellersalbei


Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, wasserlösliches Glykosid, Cholin

 

Wirkung: verdauungsfördernd, krampflösend, aromatisch, schmerzstillend, entzündungshemmend, menstruationsfördernd, entspannend

 

Verwendete Pflanzenteile: Blühende Sprossspitzen von Juni bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als aromatischer Zusatz in der Nahrungsmittelindustrie

Bei Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden sowie gegen Haarausfall

 

Äußerlich: als Cremes, Bäder, Öl oder Kompressen stimulierend, vitalisierend, entkrampfend, entzündungshemmend, entspannend


Odermennig

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Flavonoide, antibakteriell, Kieselsäure, Triterpene, geringe Menge ätherisches Öl

 

Wirkung: schweißhemmend, antibakteriell, desinfizierend, juckreizlidernd, entzündungshemmend, krampflösend und blähungstreibend

 

Verwendete Pflanzenteile: blühendes Kraut in der Blütezeit (sobald Pflanze Früchte trägt, nur noch Blätter)

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee bei Magenerkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Gallen- und Leberleiden, bei Magen- und Darmproblemen, bei Urikämie sowie Gelenk- und Muskelrheumatismus

Äußerlich als Spülung und zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, als Umschläge bei Wunden und Geschwüren sowie juckenden Hauterkrankungen (z.B. bei Entzündungen der Bindehaut und Nesselsucht)


Rosmarin

 

Ernte: von Juli bis September werden die Blätter gesammelt und gut getrocknet

 

Inhaltsstoffe: reich an Mineralstoffen (z.B. Kalzium, Magnesium), ätherische Öle, Saponinen

 

Gesundheit:

Wirkt sehr appetitanregend, fördert die Verdauung und Durchblutung, stärkt die Nerven. Als Badezusatz ist Rosmarin sehr anregend und wirkt lindernd bei Rheuma

 

Achtung! Während der Schwangerschaft soll kein Rosmarin verwendet werden, da er die Gebärmuttermuskulator anregt.

 

Salbei

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl mit u.a. Campfer, Bornoel, Cineol und Thujon, Bitter- und Gerbstoffe


Wirkung

Schweißhemmend, antibakteriell, desinfizierend, entzündungshemmend, krampflösend und blähungstreibend


Verwendete Pflanzenteile

Blätter und blühende Sprossenspitzen


Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee gegen Halsentzündungen aller Art, Husten und Heiserkeit sowie als schweißhemmendes Mittel in der Pupertät oder bei Wechseljahresbeschwerden


Äußerlich als Waschung für Spülungen oder Bäder bei Hauterkrankungen, Wunden, Ekzemen und Geschwüren, gegen übermäßige Schweißbildung, bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes als Gurgel-, Pinsel- und Spülmittel 


Schachtelhalm


Seine Inhaltsstoffe:

vor allem Kieselerde, Alkaloide, Saponine, Gerbstoffe, Flavonoide, Phytosterine, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Mangan und Bitterstoffe.

Was für viele Hobbygärtner ein Fluch ist, ist für unsere Gesundheit ein wahrer Segen: Der Ackerschachtelhalm.

Der Ackerschachtelhalm, Equisetum arvense, auch Zinnkraut, hat einiges an gesunden Inhaltsstoffen zu bieten. Die Pflanze kann als Heilkraut für die verschiedensten Leiden und Problemchen eingesetzt werden. Auch vorbeugend kann man Ackerschachtelhalmextrakt einsetzen. Der Ackerschachtelhalm ist ein Nachfahre von Pflanzen, die in vorgeschichtlicher Zeit baumhoch wurden. Doch trotz seines jetzigen Zwergenwuchses steckt er voller Kraft, die sich vor allem Frauen zunutze machen können.

Anwendung und Wirkung:

Insbesondere der hohe Gehalt an Kieselerde macht den Schachtelhalm für Frauen mittlerer und älterer Jahrgänge sehr wertvoll. Kieselerde oder Kieselsäure (Silicium) ist ein weißlich gekörntes Mineral, das überall in und auf der Erde vorkommt. Es ist wichtiger, festigender Bestandteil vom Felsgestein bis zu den Zellwänden von Pflanzen. Wir Menschen brauchen Kieselerde zum Aufbau von Bindegewebe, Sehnen, Bändern, Haut und Haar sowie der harten Substanzen wie Knochen, Zähne und Nägel. Also finden alle Frauen mit Bindegebsschwäche und/oder Venenleiden und jene Frauen, die etwas zur Stärkung ihrer Knochen und für die Elastizität ihrer Haut tun wollen, im Schachtelhalm-Tee einen Helfer aus der Natur.

Der Schachtelhalm – das Zinnkraut – ist vor allem auch bei Leiden der Harnwege interessant. Er wirkt auf sie stärkend und beruhigend, lindert Reizungen und Harnwegsinfektionen, fördert die Urinausscheidung. Seine zusammenziehenden und festigenden Inhaltsstoffe helfen bei Blasenschwäche, häufigem Harndrang, Blasenkrämpfen, Inkontinenz.

Weiterhin stärkt der Tee aus Zinnkraut die Lungen bei Husten und Bronchitis, schützt vor Fettablagerungen in den Arterien und daraus folgenden Durchblutungsstörungen, ist ein gutes Hausmittel bei Hämorrhoiden (zusätzlich Sitzbad!) und bei zu starken Regelblutungen.

Bei Mandelentzündung, Zahnfleischentzündungen und -schwund (Parodontose) wird der Schachtelhalm Tee als Gurgel- oder Mundwasser empfohlen. Für Rheuma, Gicht und geschwächte Gelenke ist neben Bädern mit Schachtelhalm täglich eine Tasse Tee schluckweise über den Tag zu trinken. Ackerschachtelhalm ist ein wahrer Alleskönner in Sachen Gesundheit. Ackerschachtelhalm Konzentrat und Ackerschachtelhalmextrakt gibt es anwendungsfertig zu kaufen. Auch Sportler schätzen das Zinnkraut wegen seines hohen Gehalts an Kieselsäure und der daraus resultierenden positiven Wirkung auf Sehnen und Bänder.

Schafgarbe

 

Wichtige Inhaltsstoffe: ätherische Öle, Phytoserine, Flavonoide

 

Wirkung: verdauungsfördernd, gallen- und blähungstreibend, blutreinigend, blutstillend, krampflösend, wundheilend

 

Verwendete Pflanzenteile: blühende Sprossspitzen von Juni bis September

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee oder Tinktur zur Blutstillung, bei Bauch- und Menstruationsschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervosität

Äußerlich: als Aufguss zur Reinigung kleiner Wunden, Abschürfungen, bei Entzündungen der Haut und äußeem Schleimhäute

Als Badezusatz erschfrischende und abschwellende Wirkung


Weinraute

 

Wichtige Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, Cumaringlycosid, Glykoside, Stärke, Bitterstoffe (Rutin), Apfelsäure

 

Wirkung

aromatisch, verdauungsfördernd, krampflösend, beruhigend, durchblutungsfördernd

 

Verwendete Pflanzenteile

Blühende Sprossspitzen von Juli bis September

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee gegen Verdauungsbeschwerden durch Verkrampfungen und Menstruationsbeschwerden


Achtung: Die Raute sollte nicht in der Schwangerschaft verwendet werden, da die Gefahr einer Fehlgeburt besteht.

 

Wermut

Wichtige Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl besteht vor allem aus Thujon und Thujol, Bitterstoff Absinthin, Gerbstoffe, Flavonoide, Vitamin C, Tannine

 

Wirkung

Appetitanregend, bitter, blutreinigend, blutbildend

 

Verwendete Pflanzenteile

Blühendes Kraut von Juli bis August

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

 

Innerlich als Tee bei Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit, bei Blähungen und zur Anregung der Gallensekretion, in der Küche als Gewürz

Äußerlich zur Vertreibung von Motten, Wanzen und Läusen

 

Achtung! Wermut sollte nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden. Auch in der Schwangerschaft sollte man auf Wermut verzichten.


Zitronenmelisse

Ernte

Einzelne Blätter können von Mai bis zum ersten Frost geerntet werden.

 

Inhaltsstoffe

Zitronenmelisse ist reich an ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen

 

Gesundheit

Wirkt beruhigend und wird daher bei Stresssymptomen und Schlafstörungen eingesetzt. Die Gerb- und Bitterstoffe helfen zudem bei Magenbeschwerden.

 

 

Achtung! Immer frisch verwenden. Darf nicht mitgekocht werden, sonst geht die Würzkraft verloren!


Zitronenstrauch

 

Wichtige Inhaltssoffe

Ätherisches Öl, Citrat, Neral, Geraniol, Limonen, Linalool, Flavonoide

 

Wirkung

Appetitanregend, verdauungsfördernd, beruhigend bei Nervosität und Schlaflosgigkeit, krampflösend

 

Verwendete Pflanzenteile

Blätter und blühende Sprossspitzen von Juli bis September

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich frische uns getrocknete Blätter ergeben einen aromatischen Tee zur Förderung der Verdauung und gegen Blähungen, stark nach Zitrone schmeckende Blätter für Obstsalate oder Erfrischungsgetränke

Äußerlich getrocknete Blätter für Duftsäckchen, ein Aufguss aus den Blättern eignet sich für ein Aromabad oder zur Zahnreinigung, in der Kosmetik reinigend und anregend für die Haut sowie als Duftbestandteil