Obst und seine Heilwirkung

Apfel

 

Ernte: September bis Anfang Oktober

 

Inhaltsstoffe: Ballaststoffe (vor allem Pektin), sekundäre Pflanzenstoffe (z.. Flavonoide), Apfel- und Zitronensäure, Kalium, Vitamin C und B-Vitamine

 

Gesundheit: stärkt Abwehr, verdauungsfördernd, hilft bei Durchfallerkrankungen und bei hohem Cholesterinspiegel, sekundäre Pflanzenstoffe beugen u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

 

Verwendung: Obstbeilage, verschiedene Salate, Kuchen und Torten, Kompott, Mus und Marmelade


“Ein einziger Apfel am Tag und Du brauchst keinen Arzt.“ (T.J. Stinson)

 

Birne

 

Ernte

August bis September

 

Inhaltsstoffe: reichhaltiges Aroma, hoher Anteil an Ballaststoffen, geringer Fruchtsäuregehalt, Fruktose, Folsäure, Kalium, hohe Saftigkeit

 

Gesundheit: durch geringen Fruchtsäuregehalt gut verträglich, hilft bei Magen- und Darmbeschwerden, wirkt darmreinigend, löst Verstopfungen

 

Verwendung: Obstbeilage, Säfte, Kuchen und Torten, Kompott sowie Desserts

Birnen sollen mit Schale verzehrt werden, da direkt darunter viele wertvolle Inhaltsstoffe zu finden sind.


Erdbeere

 

Ernte

Ende Mai bis Ende Juni, Monatserdbeeren von Juni bis Oktober

 

Inhaltsstoffe

Die Erdbeere hat einen höheren Vitamin C Gehalt als Zitrusfrüchte und gehört zu den wichtigsten Folsäurelieferanten. Sie ist weiterhin reich an wichtigen Mineralstoffen, Fruchtsäuren, Gerbsäuren und ätherischen Ölen.

 

Gesundheit

Die Inhaltsstoffe sind tumorhemmend, erhöhen den Optimismus und fördern einen gesunden Schlaf. Zur Vorbeugung von Infarkten und Thrombosen, zur Immunabwehr und zur Stabilisierung der Darmflora. Lindert auch Beschwerden bei Gicht, Rheuma, Herz und senkt den Blutzuckerspiegel.


Kirsche

Neben viel Vitamin C und Provitamin A enthalten Kirschen Folsäure, die wichtig ist für die Zellneubildung, Gehirn und Nerven. Des Weiteren enthalten sie auch viel Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink, Kieselsäure und Kalium. Der rote Farbstoff, „Anthocyane“ genannt, lindert Schmerzen und Entzündungen und neutralisiert freie Radikale. Hier gilt: je röter, desto besser.

Heilwirkung: Kirschen schützen das Bindegewebe und fördern eine schöne Haut. Sie lindern rheumatische Gelenkerkrankungen und Gicht. Die Botenstoffe der Kirschen binden Schadstoffe, die dann ausgeschieden werden. Des Weiteren unterstützen sie Maßnahmen zur Gewichtsreduktion, da die Inhaltsstoffe der Kirsche Fettsubstanzen neutralisieren, die dann nicht mehr durch die Darmschleimhaut gelangen können. Kirschen wirken vorbeugendgegen Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs.

Eine Kirschkur reguliert die Verdauung, beseitigt Verstopfung und wirkt entgiftend. Essen Sie dazu täglich eine Woche lang 250 g Kirschen.

Kirschenstiele geben einen blutreinigenden und harntreibenden Tee, der auch bei Husten und Entzündung der Atmungsorgane hilfreich ist. Für eine Tasse nehmen Sie eine Zwei-Finger-Portion der Stiele, übergießen sie mit kochendem Wasser und lassen sie einige Minuten ziehen.

Verarbeitung: Kirschen gut waschen, abtropfen lassen und entsteinen. Da ihre Lagerfähigkeit begrenzt ist, am besten rasch verzehren oder verarbeiten.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Kirschen zu verarbeiten. Gekocht werden sie für rote Grütze, kalte Suppen, Kompott, Sauce und Marmelade. Heiß oder flambiert passen Kirschen auch gut zu Eis oder Pudding. Auch in Aufläufen, Kuchen, in Milchreis oder in Kaiserschmarren sind Kirschen beliebt.



Auszug aus dem eBook 'Mit Obst heilen und Krankheiten vorbeugen: Kirsche'

Schwarze Johannisbeere

 

 

Wichtige Inhaltstoffe

Blätter: Flavonoide, Proanthocyanidine und Vitamin C

Beeren: Anthocyan, Flavonoide, Polyphenole, Vitamin C und Gamma-Linolsäure

 

Wirkung:

Appetitanregend, entzündungshemmend, harntreibend, schweißtreibend, entgiftend, vitaminreich

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee gegen Erkältung, Husten und Halsschmerzen, rheumatische Beschwerden, Gicht und Vitaminmangel, zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum

Die Beeren bei Durchfall und Darmentzündungen, in der Küche als Saft, Gelee und Marmelade


Walderdbeere

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Tannine, Vitamin C, A und B

 

Wirkung: diätetisch, appeitanregend, reinigend, harntreibend, entzündungshemmend, adstringierend

 

Verwendete Pflanzenteile

Wurzelstock im Herbst oder Frühling, Blätter im Mai/Juni, Früchte im Juli bis September

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich als Tee oder Tinktur bei Durchfall, Magen- und Darmstörungen sowie Blasen- und Nierengrieß.

Äußerlich: als Gurgelmittel bei Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündungen


Weinrebe

 

Wichtige Inhaltsstoffe: Traubenzucker (Glucose), Ballaststoffe, Gerbstoffe, organische Säuren, Vitamine z.B. Vitamin K, Folsäure) und Mineralstoffe (Eisen und Kalzium)

 

Wirkung: aromatisch, diätetisch, fördert die Zellneubildung) reinigend, anregend, harntreibend, entzündungshemmend, die Weintraubensäuren wirken zudem gegen Karies indem sie den Speichelfluss fördern. Weiterhin hebt der Traubenzucker rasch den Blutzuckerspiegel an.

 

Verwendete Pflanzenteile: Blätter im Herbst und Beeren von August bis Oktober

 

Die Kloster-/Volksheilkunde empfiehlt folgende Anwendung

Innerlich: als Dekokt gegen Husten und Halsentzündungen sowie Kreislaufbeschwerden 

 

Äußerlich: Weinessig verdünnt zum Reinigen von Wunden und Verletzungen, als Packung bei Prellungen sowie Schönheitslotionen.


Achtung: Trauben reifen nach der Ernte nicht nach! Deswegen immer darauf achten, dass nur reife Früchte geerntet bzw. eingekauft werden.