Glücksgeschichten und -märchen

Albert Einstein meldet sich im Traum

 

E ist 6 Uhr morgens. 

 

Im Erwachen realisiert Jacob, dass es da an seiner Tür klingelt. Er reibt sich die Augen, fährt sich mit den Händen durch die Haare und bewegt sich noch schlaftrunken aus dem Bett zur Tür. Als er öffnet, schaut er in das aufgeregte Gesicht seines Freundes Lukas. Der stürmt an ihm vorbei in die Wohnung und setzt sich an den Küchentisch. Doch dann steht er wieder auf und läuft Jacob entgegen, der gerade von der Eingangstür auf dem Weg zu ihm ist. Lukas umfasst seine Schultern und sagt:

 

„Jacob! Du ahnst nicht, was passiert ist.“

 

Jacob schüttelt den Kopf und fragt: „Soll ich dir auch einen Kaffee machen?“ 

 

Lukas nickt und setzt sich wieder. Man sieht ihm an, wie es in seinem Inneren brodelt und er darauf brennt, seine Neuigkeiten loszuwerden.

 

Als Jacob den dampfenden Kaffee auf den Tisch stellt und sich setzt fragt Lucas: „Darf ich jetzt erzählen?“

 

„Nun mach schon.“ fordert er seinen aufgeregten Freund auf und nimmt den ersten Schluck aus seiner Lieblingskaffeetasse mit dem Bildnis von Albert Einstein. 

 

Lukas und Jacob sind Philosophiestudenten. Sie kennen sich schon seit Kindertagen und gelten seit jeher schon als Sonderlinge. Sie kochen sich gern ihr eigenes Süppchen, seit sie bemerkten, dass niemand ihnen so wirklich folgen kann in ihren Gedanken-gängen und Gefühlen. Doch die beiden sprechen über all ihre ungewöhnlichen Erfahrungen, Träume, Erkenntnisse. So auch an diesem Morgen.

 

Lukas beginnt zu berichten: „Ich hatte einen Traum. Mir ist Albert Einstein erschienen.“

 

Er macht eine Pause, da er weiß, wie sehr Jacob sich diesem Wissenschaftler zugeneigt fühlt. Jacobs Augen werden um einiges größer und Lukas fährt fort.

 

„Er erschien mir im Traum lebendig und so echt! Er war nachdenklich und auch irgendwie aufgeregt. Ihm liegt es immer noch schwer im Herzen, was durch seine Entdeckung an Zerstörung auf der Erde möglichgeworden war.“

 

Er machte eine kurze Pause, damit Jacob Luft schnappen konnte. Jacob schmunzelt und fährt fort. Albert Einstein schien aus der Zukunft zu ihm gesprochen zu haben, denn er hatte einen Block mit Notizen in der Hand und sagte: „Ich habe weitergeforscht und bin auf die Lösung gestoßen, wie die Menschheit zu retten ist.“

 

Jacob macht wortlos den Mund immer wieder auf und zu… „Wieso hat nicht ER diesen Traum gehabt. Er ist doch sein gefühlt größter Fan!“

 

Lukas errät den Gedanken des Freundes, er kennt ihn einfach zu gut und sagt: „Ach Jacob, sei nicht kindisch! Ich bin doch deshalb gleich zu dir gekommen, dass du es noch brandheiß erfährst. Ist doch gleich, ob du oder ich. Wir sind doch eh wie eine Person in zwei Körpern.“

 

Jacob nickt zustimmend und erwidert: „Ja, das stimmt! Nun mach schon, erzähl weiter! Biiiiiiiitte!“

 

Lukas nimmt einen Schluck Kaffee und berichtet weiter: „Albert Einstein machte es sich auf einer Decke unter einem Baum gemütlich. Er legte sich auf den Bauch und schaut mich an, als er weitersprach: „Durch die Teilung des Atoms wurde – wie ihr wisst – eine enorme Kraft freigesetzt, die zu enormer Zerstörung und Verseuchung der wundervollen Erde benutzt wurde und möglicherweise noch werden kann. Doch dies kann unterbunden werden! Alles ist umkehrbar!“

 

Ich konnte ihm seine Aufregung ansehen und auch, wie wichtig es ihm scheint, dass seine Forschungen zum Guten, Aufbauenden genutzt werden.

 

„Es gibt auf der Erde zwei Kräfte: Eine Zerstörerische und eine Aufbauende. Die Aufbauende ist die Liebe, die in jedem Moment alles zum Höchsten hinführen kann. Sie ist die machtvollste Kraft, aus der immer wieder neu das Leben entsteht. Es ist niemals auszulöschen. Diese zerstörerische Kraft hat keine Macht über die Liebe. Einzig das Bewusstsein der Menschen muss sich öffnen für die Liebe und ihr den Raum öffnen für die unendlichen Möglichkeiten. Gegen dieses Licht hat die Zerstörung keine Macht – sie verliert! Die Liebe bedeutet die Umkehrung der Zerstörung!“

 

Beiden Jungs rieselt es bei diesen Worten durch den ganzen Körper. Sie schauen sich verdutzt an.

 

 „Boah“  sagt Jacob hinein in die entstandene Stille.

 

„Was hat er noch gesagt?“ 

 

Lukas entgegnet: „Als Albert Einstein das sagte, stiegen hinter ihm tausende bunte Schmetterlinge in die Luft und aus dem Baum erklangen wunderschöne Melodien. Dann war das Bild plötzlich weg und ich wachte auf.“

 

Lukas und Jacob schauen sich an – begeistert und ratlos zugleich. Beide denken: „Und was machen wir nun?“ und nehmen den letzten Schluck Kaffee aus ihren Tassen. 

 

Während Jacob ins Bad geht, um zu duschen und sich anzuziehen, schaut Lukas das Bild auf Jacobs Tasse an und schweigt. Dann schließt er die Augen und betet: „Bitte Gott, führe uns an deiner Hand, dass wir die Lösung mit deiner Hilfe finden, dass die Liebe die zerstörerische Kraft für immer von der Erde bannt.“

 

In ihm ist ein Bild von einem Riesenstaubsauger, der alle Dunkelheit in sich aufsaugt und schmunzelt vor sich hin.

 

Frisch gestylt und bekleidet mit seiner Lieblingsjeans und einem weißen T-Shirt mit der Aufschrift „Alles ist möglich, was ich für möglich halte“ kommt Jacob aus dem Bad. Er schlüpft in seine Turnschuhe, schlingt sich einen Schal um den Hals und nimmt beim Hinausgehen noch seinen blauen Anorak vom Haken. Lukas folgt ihm und zieht auf dem Weg zur Tür seine Mütze auf den Kopf und die warme grüne Daunenjacke an.

 

 

 

Nachdem Jacob die Wohnungstür abgeschlossen hat, laufen die beiden zum nahe gelegenen Flussufer. Dort laufen sie fast täglich, um im stillen Gehen offen zu sein für Gedanken, von denen sie oft nicht sicher sind, woher sie ihnen geschickt werden. Immer wieder verbinden sie sich bewusst mit den himmlischen Sphären, wenn es um wichtige Fragen oder Lösungen geht. Ihr Gefühl zeigt ihnen immer wieder den Weg zu all dem, was hilfreich und wahr ist.

 

Die Sonne schiebt sich langsam am Horizont hinauf und die Beiden bleiben einige Momente stehen, um sie direkt anzusehen und ihr Licht in sich aufzunehmen. Sie wirken der Welt entrückt, voller Frieden. Einige Vögel in den Bäumen beginnen ihren Gesang zur Begrüßung des Morgens.  Still und ganz bei sich, setzen sie ihren Weg am Flussufer fort. Einige Möwen ziehen ihre Bahn am Himmel, Schwäne haben noch ihren Kopf unterm Flügel und schlafen. 

 

An einem kleinen Steg machen die beiden jungen Männer Halt und steigen in ein blaues Ruderboot. Gemächlich legen sie vom Steg ab und Jacob rudert das Boot in die Flussmitte. Solche Ausflüge mit dem Boot unternehmen sie gern, denn hier lauscht niemand ihren Gedanken und sie haben das Gefühl ganz Eins zu sein mit dem Lebensfluss.  Die Sonne schickt ihre inzwischen warmen Strahlen zur Erde.

 

Das Boot treibt ruhig vor sich hin. Jacob und Lukas haben die Augen geschlossen und genießen die Stille, die in ihnen und um sie herum fühlbar ist. Plötzlich hören sie Flügelschlagen und sehen, wie sich ein Vogel auf dem Bootsrand niedersetzt.

 

Als sie die Augen öffnen, sehen sie eine große weiße Eule, die sie treu anschaut. Vorsichtig streckt Jakob die Hand nach ihr aus und streicht ihr über das weiche Gefieder. Sie drehte den Kopf ein wenig und erhob sich langsam wieder in die Lüfte. Dort, wo sie gesessen hatte, lag ein mit Goldfaden umwickeltes, zusammengefaltetes Papier. 

 

Jakob und Lucas trauten ihren Augen nicht. Jakob war der erste, der die Fassung wiedergewann. Er flüstert: „Was geschieht denn hier? Sind wir in einem Traum?“

 

Lucas erwidert: „Schau doch mal nach, was auf dem Zettel steht!“

 

Jakob greift nach dem gefalteten Papier, löst das Goldband und öffnet das Schreiben. Sein Gesicht scheint wie erstarrt – nicht ängstlich, sondern voller Staunen. Lucas rüttelt an Jakobs Arm: „Hallo Erde an Jakob! Was ist denn?“

 

Jakob beginnt laut zu lachen und sagt: „Lucas, ich glaube es nicht!“

 

Er reicht dem Freund das Pergamentpapier. Darauf ist ein Bildnis von Albert Einstein und darunter steht: „Liebe ist die Lösung!“ 

 

Lucas lässt das Pergamentpapier langsam sinken und schüttelt den Kopf. Ihm ist irgendwie mulmig im Magen. Er schaut sich um, so als wären sie nicht allein. Doch es ist niemand zu sehen. Auch die Eule ist spurlos verschwunden. Beide haben plötzlich Gänsehaut und in ihnen beginnt ein Strömen, wie sie es noch nie zuvor bewusst wahrgenommen hatten. Sie sind von einer Freude erfüllt, die sie nicht einordnen und beschreiben können. 

 

Da erscheint beiden ein Bild vor ihrem inneren Auge: Ein helles Licht in dem alle Regenbogenfarben wie Sterne aufleuchten umrundet den Erdball wie eine Welle, die beide jungen Männer zu erfassen scheint. Stumm sitzen sie da und ihnen rinnen Tränen aus den Augen. Sie haben die Lösung in ihrem Herzen empfangen aus der unsichtbaren Welt. Auf eine unerklärliche Art und Weise fühlen sie sich eingebunden in die Ewigkeit und Unendlichkeit des Seins.

 

Doch niemand wird diese Worte sichtbar empfangen, die Lösung für die neue Welt verbreitet sich unsichtbar. Denn Gott hat den Menschen versprochen, dass seine Kraft über alle Dunkelheit siegt. Beide wissen: Es wird kein Ende der Menschheit geben. Das Ende dieser Welt ist nur ein Übergang in eine neue Welt, in die immer mehr erwachen Menschen werden. Sie erfüllen ihren Auftrag. 

 

In der den Augen unsichtbaren Welt sitzt Albert Einstein mit unzähligen Seelen an einem Tisch aus einem Material, das wie Gold glänzt. Ihre Augen strahlen voller Liebe für den Planeten, der ihnen selbst Heimat war.

 

Ihre Weisheit ist in den unendlichen Lebensteppich eingewoben und es geschieht, was geschehen soll – ganz nach Gottes Plan.

 

Die Liebe ist die Lösung wispert es überall auf der Erde. In jedem Herzen erwacht die auf ewig gültige Wahrheit. Aufzuhalten ist es nicht, dass die Wahrheit sich Bahn bricht für die Goldene Zeit. Mach Dich bereit, jetzt ist die Zeit für die Wahrheit auch in deinem Erleben.

 

Die Liebe ist die Lösung zur Erlösung aus allem Leid. Bald erstrahlt alles in einem neuen Kleid – in einer Schönheit, die das Innerste berührt und alles zu einem guten Ende und einem besseren Anfang führt.

aufgeschrieben von Ines Evalonja

Die Zaubernüsse

 

Ich fand Zaubernüsse zum Verschenken. Du glaubst mir nicht? Du magst mir sagen, dass das Haselnüsse sind? Nun, das mag sein – doch es sind auch ZAUBERnüsse. Warum? Weil es ein Märchen gibt, indem 3 Haselnüsse Zaubernüsse waren. Sie halfen, dass ein Märchen war wurde, dass ein Mädchen, dass es von allen am allermeistersten verdiente, so richtigrichtig RICHTIG glücklich wurde – und sie lebt sogar noch heute so glücklich, weil niemand weiß, ob Sie und ihr Liebster tatsächlich gestorben sind. Du magst entgegnen. Das ist doch nur ein Märchen. Und ich sage: „Ja, das mag sein. Doch ist es nicht so, dass es immer wieder ganz wahre, also so wirklich wahr gewordene Märchen gibt? Nicht nur so ein bisschen wahr – nein sie sind wahr, weil sie tatsächlich jemand erlebte und davon erzählte und man sich so davon überzeugen konnte. Ja, in meiner Welt gibt es Zaubernüsse. Natürlich kann ich nicht sicher wissen, dass es Zaubernüsse sind. Doch allein die Möglichkeit, dass es welche sein könnten, macht mich unsagbar glücklich. Und ich habe nicht nur 3 von ihnen – ich habe noch viel mehr und kann noch mehrere finden. Was ich damit mache? Nun ich werde sie verschenken, damit auch noch andere die Möglichkeit haben, dass sie diesen Zaubernüssen, die es möglicherweise sind, ihre geheimen Herzenswünsche anvertrauen. 
Ich habe Dir einen Spalt breit die Tür geöffnet zu meiner Welt, damit ein wenig Licht von meiner Welt in Deine fällt. Fühl Dich eingeladen, hereinzukommen. Möglicherweise wirst auch Du verzaubert und noch großartigere Möglichkeiten finden, dass Märchen wahr werden. Was ich nicht wissen kann ist, in welchem Märchen Du Dich wiederfindest – ob sich der Zauber durch einen Froschkönig einfindet oder Dich ein Prinz küsst aus langem Schlaf, vielleicht bist Du auch DER Prinz der es schafft, eine Prinzessin zu retten vor einem Drachen, vielleicht musst Du ein kaltes Herz beleben, bis es die Liebe fühlen kann zu Dir – all das kann ich nicht wissen. Doch das ist doch nun wirklich nebensächlich. Schließlich ist es doch WUNDERherrlich sich überraschen zu lassen? Oder? Möglicherweise schwant Dir noch viel Wundervollereres, was ich mir selbst noch gar nicht ausmalen kann und wovon erst Du mir berichten wirst. 
Du ahnst vielleicht (noch) nicht, welches Geschenk Dir durch meine Worte ins Herz fließen. Möglicherweise bist Du oder wirst Du es eines Tages sein, an dem Du Dich am Ende glaubst. Doch dann wirst Du Dich möglicherweise hoffentlich daran erinnern, dass es möglicherweise möglich ist, dass Märchen wahr sein könnten und immer das Gute siegt. Am Ende kann alles gut sein, wenn Du es für möglich hältst und alles kann dann von diesem scheinbaren Punkt, an dem Du Dich am Ende glaubst, wieder einen neuen Anfang nehmen, nur weil Du es für möglich hältst, dass es so ist. Denn wenn Du das Gute für möglich hältst, öffnet sich etwas in Dir für neue Möglichkeiten und Du kannst entscheiden, womit dieser neue Anfang beginnen soll, damit alles einen guten Weg nimmt und am Ende alles gut sein wird. Wenn Du dann zurückgeblickt haben wirst, wirst Du staunen, was alles möglich geworden war, als Dir an dem Punkt, als alles am Ende schien, vorzustellen vermochtest, dass nicht alles am Ende war, sondern Du Dich an diesem Punkt tatsächlich für Möglichkeiten öffnetest, von denen Du noch keine Vorstellungen hattest, wie sie hätten ausgesehen haben können. Nur Dein Glaube, dass dieses Ende einen guten neuen Anfang nehmen würde, hatte Dir geholfen auf einen neuen Weg. Schaust Du zurück, war das schon immer so, Du findest Situationen, wo Du das schon erlebtest und so wirst Du Dir immer sicherer, dass es tatsächlich möglich ist, dass ein Ende immer auch ein Anfang ist. Nimm Dir diesen Punkt, dass alles immer am Ende gut wird und dass wenn etwas gerade noch kein gutes Ende gefunden hat, etwas einen guten neuen Anfang findet, damit Du einen neuen Weg beginnen kannst, der zu einem guten Ende findet. Nur dieser Punkt – ich nenne ihn den Möglichkeitspunkt – wenn Du diesen festhältst in Dir, dann kann es nur so sein, dass Märchen wahr werden, dass Du möglicherweise irgendwann an einem Punkt ankommst oder gerade an einem bist, an dem etwas in Dir Dich an diese Worte erinnert, damit Du wieder Hoffnung hast für neue Möglichkeiten und daran glauben kannst, dass alles gut werden wird. Möglicherweise hast Du von mir zu diesen Worten 3 Haselnüsse geschenkt bekommen. Oder Du hast nun die Idee als Geschenk in Deinem Herzen – so kannst Du auch selbst welche für Dich finden oder sie mit diesen Worten verschenken – JA, VERSCHENKEN! Nur so haben sie und behalten sie ihren Zauberwert. Nichts Gekauftes hat je den Wert dessen, was Dir jemand schenkte, Dir von Herz zu Herz weitergab. Ich eröffne Dir und jedem mit diesen 3 Haselnüssen die Möglichkeit Dir etwas zu wünschen – Du hast 3 x Gelegenheit, dass Deine Wünsche wahr werden – nicht nur für Dich. Nein – durch die Möglichkeit, die ich Dir eröffnet habe, auch selbst diese Worte weiter zu verschenken mit oder ohne Haselnüsse, ist die Möglichkeit gegeben, dass jeder Mensch von diesem Möglichkeitspunkt erfährt und auch von den Zaubernüssen und somit 3 Wünsche in die Erfüllung bringen kann. Du kannst Dir wünschen, was DU willst – für Dich und auch andere. Doch hier möchte ich Dir noch einen Herzensrat schenken und Deine Gedanken auf etwas Wichtiges lenken. Nie und wenn ich nie sage, meine ich tatsächlich und ganz wirklich nie, kannst Du ganz genau wissen, was für Dich in diesem Moment an diesem Punkt, wo Du gerade stehst oder eines Tages möglicherweise stehen wirst, das Beste sein wird. Du weißt es nicht für Dich und schon gar nicht – nie nicht – für andere Menschen. Also ist der beste Wunsch immer der, dass Du Dir wünschst, dass das Beste geschehen mag für Dein Leben oder für das Leben dessen, für den Du etwas wünschst. Möglicherweise oder sogar sehr sehr sicher, kannst Du Dir nämlich nicht mal in Deinen allerkühnsten Träumen vorstellen, WAS alles möglich ist, wenn Du alles für möglich halten könntest, was möglich ist. Doch Du hast doch verdient, dass das Beste für Dich geschieht und nicht irgendwas – stimmts? Und wenn ich sage das Beste, dann ist das oftmals erst einmal gar nicht zu sehen, dass das, was geschieht etwas Gutes ist. Denn manchmal hat man etwas Wichtiges zu erkennen, etwas zu lernen, damit am Ende alles gut sein kann. Doch das kannst Du Dir im Moment möglicherweise gar nicht vorstellen. Doch möglicherweise eines Tages wird es möglich sein, dass Du diese Worte in Dir wieder aufsteigen hörst und sie Dich an einem Punkt retten, damit alles Beste für Dich und andere wahr werden kann. Möglicherweise wird es sogar so sein, dass sich nicht nur eine/r daran erinnert oder viele, dass sich nur das ereignen kann, was wir für möglich halten und ihnen werden Erinnerungen kommen, das schon unendlich vieles möglich wurde, von dem man nie gedacht hätte, dass es möglich ist – bis es dann doch wirklich wahr geworden ist. Ja, möglicherweise werden diese Worte einmal wichtiger sein können, als ich mir heute vorstellen kann. Denn sie wurden mir geschenkt an einem Punkt, an dem es fast ein Ende gegeben hätte und etwas Neues begann. Mir ist dieser Möglichkeitspunkt ins Herz geschrieben, sodass ich ihn nie mehr verleugnen kann. Es ist alles möglich, was ich mir vorstellen kann und ich konnte mich überzeugen, dass, als ich es zumindest für möglich hielt, dass einem Ende immer die Möglichkeit eines neuen guten Anfangs inne wohnt, für einen Weg, der ein gutes Ende nimmt. Und nach diesem guten Ende – denn irgendetwas geht immer zu Ende – stimmts? Ein Tag, eine Woche, ein Monat, ein Lebensjahr, ein Film, ein Buch, ein Sommer, eine Freundschaft, eine Partnerschaft, ein Leben, ein Treffen, ein Urlaub, eine Arbeitsstelle... Du kannst hier selbst noch vieles einsetzen. Es gibt immer wieder einen Punkt, an dem etwas neu beginnt. Möglicherweise erlebtest Du bisher nur gute Enden und gute Anfänge. Auch gut. Doch nur für den Fall, dass es einmal nicht so ist, hast Du nun die Möglichkeit, Dich dieses Möglichkeitspunktes zu erinnern. Ich gebe Dir das zu wissen, damit Du niemals, niemals, niemals die Hoffnung aufgibst. Denn dann wohnt in ´jedem Anfang ein Zauber, der Dich bis zum guten Ende trägt und selbst wenn das Ende einmal scheinbar nicht gut ist, dann besteht die Möglichkeit, dass es noch gar nicht das Ende ist, weil es eben noch nicht gut ist. Oder aber es ist das Ende von etwas. Dann erinnere Dich an den Möglichkeitspunkt, der Dich öffnet für all die Möglichkeiten, die Dich zum nächsten guten Ende führen. Möglicherweise findest Du so zu einem Glück ohne Ende. Und wenn Du dann nie gestorben wärest, dann lebtest Du noch heute, wann auch immer dieses heute dann ist. Also vergiss diese Zaubernüsse nicht, die Dir möglicherweise das märchenhafteste Leben schenken, dass Du Dir nicht mal ansatzweise vorzustellen vermagst. Möglicherweise-Punkt.

 

Aufgeschrieben von Ines Evalonja

 

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Neujahrsmärchen

 

Neujahrsmärchen


Es war einmal ein kleines Schweinchen. Es lebte mit anderen Artgenossen auf einem Tierhof, wo auch noch andere Tiere lebten. Neugierig war es und beobachtete alles um sich herum. Eines Nachts hatte es einen Traum. Ein Engel erschien ihm und sagte: „Es wird ein weiß gekleidetes Wesen erscheinen und einen Apfel bringen. Dieser Apfel ist kein gewöhnlicher Apfel. Seine Kerne sind der Samen für den ersten Baum für das neue Paradies auf Erden. Aus ihnen wird ein Baum wachsen, dessen Früchte magische Kräfte haben. Wer von ihnen isst, wird in diesem Moment verwandelt werden. Er wird mit Liebe erfüllt sein und dem Paradies in Freude dienen. Du bist auserwählt, allen Gefahren zu trotzen und mutig diesen Apfel seiner Bestimmung zuführen. Erwarte nur den Tag. Es wird werden.“ Als das kleine Schweinchen erwachte, war es mit einem ganz großen Freudegefühl erfüllt. So etwas hatte es noch nie gefühlt. Es erzählte seinen Geschwistern von diesem Traum, doch alle lachten es aus. Das Schweinchen wurde ganz traurig. Niemand wollte daran glauben, dass es allen irgendwann besser gehen würde. Alle hatten sich damit abgefunden, dass sie in einem umzäunten Gelände lebten: Außen ein großer Zaun und innen noch ein Elektrozaun. Immer wieder wurden einige seiner Artgenossen abgeholt und kamen nicht mehr wieder. So oft hatte es geweint, weil es einen Schmerz im Herzen fühlte, den es sich nicht erklären konnte. Ihm wurde gesagt, dass sie als Nahrung für die Menschen dienen und dafür hier leben. Angst erfüllte seither sein Inneres und die Angst war es, die es vor den Menschen flüchten ließ. Doch seit diesem Traum war ein kleines Licht in seinem Inneren geboren – ein Hoffnungsschimmer, dass es anders werden kann. Es wurde Weihnachten. Die meisten seiner Familie waren nicht mehr da. Am ersten Weihnachtstag war es, als plötzlich ein Raunen durch die Schweinefamilien ging. Am Weg war ein weiß gekleideter Mensch erschienen. Sie schauten wie gebannt in seine Richtung. Dieser Mensch strahlte eine Güte und stille Freude aus, die sie im Herzen berührte. Es war eine Frau, die einfach nur dastand und mit liebevollem Blick zu ihnen hinschaute. Wie von unsichtbarer Hand an einer Schnur herangezogen, bewegten sich alle – erst langsam, dann immer schneller – in Richtung dieser Frau. Die kleinen wagten sich sogar unter dem Elektrozaun hindurch, um ihr ganz nahe zu sein. Das kleine Schweinchen war am mutigsten. Es lief bis zum äußeren Zaun und schnüffelte an der ausgestreckten Hand der Frau. Plötzlich geschah es: Ihre andere Hand erhob sich und darin sahen sie alle einen Apfel. Sie hob den Arm und warf den Apfel in das Gehege. Alle rannten sie zu dem Apfel. Doch sie konnten nichts Besonderes an ihm entdecken. Auch das kleine Schweinchen flitzte zu dem Apfel, sich an seinen Traum erinnernd. Als es den Apfel erreichte, waren alle anderen schon weggelaufen. Der Apfel begann von innen zu leuchten, als das kleine Schweinchen ihn erreicht hatte. Es wusste, dass es DER Apfel aus seinem Traum war. Es schnappte sich den Apfel, um ihn in Sicherheit zu bringen hinter dem alten Baum, so wie es ihm im Traum erschienen war. Doch als das Schweinchen - den Apfel im kleinen Mäulchen - dahin laufen wollte, bekamen plötzlich auch die anderen Interesse. Das Kleine nahm seinen ganzen Mut zusammen und sagte sich immer wieder: Ich schaffe das!
Es wusste, dass es an ihm lag, den Traum vom Paradies am Leben zu halten und dafür den Samen zu legen. Es trotzte allen Gefahren und der Dunkelheit der Ängste in ihm. Endlich erreichte es mit klopfendem Herzen den alten Baum und legte den Apfel ab. Plötzlich hörte es eine Stimme in seinem Herzen: „Iss den Apfel! Er wird Dich stärken und schützen. Nur die Kerne im Inneren lass übrig und vergrabe sie im Erdreich.“ Das kleine Schweinchen gehorchte und tat, wie ihm geheißen. Es fühlte sich danach reich beschenkt und glücklich wie nie. Da sah es zu der Frau hinüber, die alles mit einem frohen Lächeln beobachtet hatte. Es lief zu ihr hin. Die Frau sprach: „Aus diesen Kernen wird in kurzer Zeit ein stattlicher Baum heranwachsen, der alle, die ihn erblicken, zu sich ziehen wird. Jeder wird von seinen Früchten essen wollen und durch das Essen des Obstes von der göttlichen Liebe erfüllt sein.
Dadurch erwacht auch die Achtsamkeit und Demut vor der Schöpfung Gottes wieder – Leid und Schmerz werden aufhören zu existieren. Du kleines Schweinchen bist Deinem inneren Ruf gefolgt und hast Deiner Bestimmung gemäß gehandelt. Du wirst auf ewig ein Symbol des Glückes sein.“ Das kleine Schweinchen konnte kaum glauben, was die Frau gesagt hatte. Doch in seinem Herzen spürte es die Wahrheit ihrer Worte. Niemand holte es, um den Menschen als Nahrung zu dienen. Es beobachtete den Wuchs des Baumes und war erfüllt von einer nie gefühlten Freude.
Es kam der Tag, an dem der Baum die ersten Früchte trug. Einige warf er ab, direkt ins Tiergehege. Die Tiere, die sie aßen, erhielten die gleiche Immunität und innere Freude, wie das Schweinchen selbst. Am Silvestertag kamen die ersten Menschen, die des Baumes ansichtig wurden. Der erste pflückte sich einen Apfel und biss hinein. Man konnte dem Wandel direkt zuschauen. Ein inneres Licht begann nach außen zu strahlen und er warf den Tieren einen liebevollen, wohlwollenden Blick zu. Immer mehr Menschen kamen und die Reihe derer, die von den Früchten kosten wollten, wurde immer länger. Doch es lag eine angenehme Ruhe und Stille über allem. Niemand drängelte sich vor. Es gab keine bösen Worte und die Früchte auf dem Baum wurden nicht weniger. Einige der Menschen, die schon von den Früchten gegessen hatten, begannen, die Zäune zu entfernen, sodass die Tiere in Freiheit gelangten. Irgendwann fragte jemand: „Seit wann steht dieser Baum hier?“
Da erzählte eines der Artgenossen vom Schweinchen die ganze Geschichte. Man wollte das kleine Schweinchen auf Kissen betten, um ihm besondere Ehre zu erweisen. Doch das kleine Schweinchen wollte dies nicht. Es wusste, dass es nicht sein Verdienst war, sondern dass es Gott war, der all das getan hatte. Es selbst war nur der Schlüssel zu dem unsichtbaren Tor, dass die Vorsehung wahr werden ließ. Es fühlte sich am wohlsten in der Natur und so blieb es auch da. Doch die Menschen schufen ihm ein Denkmal, und als Erinnerung an seine mutige Tat zur Wiedererweckung des Paradieses auf Erden, in dem die Liebe alles neu gestaltet und der Mensch dem Leben dient und es achtet, wird zum Neujahrstag ein kleines Schweinchen verschenkt. Dieses ist bleibende Erinnerung daran, dass es auf die mutige Tat ankommt, um den Träumen in unseren Herzen Leben einzuhauchen. Es erinnert daran, dass es nicht auf die Größe ankommt, sondern auf Glauben und Vertrauen, dass Träume wahr werden und Gottes Liebe durch den, der handelt, wirken kann.
Wenn ein Tier das kann, sollten wir Menschen dies erst recht bewerkstelligen können. Da nichts im Universum sterben kann, wird auch der Traum vom Paradies auf Erden auf ewig leben, bis… es wieder werden wird. Denn auch Gottes Wort bleibt auf ewig wahr und seine Liebe hält den Traum in den Menschen wach. Und sei es auch nur einer, der diesen in sich bewahrt, um ihn mit anderen zu teilen. Ein neues Jahr – ein neues Glück… schaut nach vorn und nicht zurück.
Möge das Glück in Dir fühlbar werden und bleibende Wohnstatt in Dir finden. So sei es!


Aufgeschrieben von Ines Evalonja

 

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Geschichten und Märchen im Sammelband

 

Inzwischen sind zwei Sammelbände erschienen:

 

"Dem Glück und der Freude auf der Spur" und "Leuchtspuren des Glücks"

 

Die Bücher sind im Buchhandel erhältlich, u.a. hier:

 

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