Glücksgeschichten

 

FOTOGRAFIEREN  - "Malen mit Licht"  und Schreiben 

 

Fotografieren, ebenso wie das Schreiben und der persönliche Kontakt mit Menschen ist, was mein Herz mit Freude füllt. Und so möchte ich hier Geschichten mit Euch teilen, die ich selbst erlebe mit anderen Menschen - besondere Begegnungen :-)

 

 

 

Gerne möchte ich auf ein Buch aufmerksam machen, in dem Geschichten und Märchen Raum fanden aus "meiner Feder".

 

Bestellen kann man es unter anderem hier:

 

 

Dem Glück und der Freude auf der Spur

 

 

 

Neujahrsmärchen

 

Es war einmal ein kleines Schweinchen. Es lebte mit anderen Artgenossen auf einem Tierhof, wo auch noch andere Tiere lebten. Neugierig war es und beobachtete alles um sich herum. Eines Nachts hatte es einen Traum. Ein Engel erschien ihm und sagte: Es wird ein weiß gekleidetes Wesen erscheinen und einen Apfel bringen. Dieser Apfel ist kein gewöhnlicher Apfel. Seine Kerne sind der Samen für den ersten Baum für das neue Paradies auf Erden. Aus ihnen wird ein Baum wachsen, dessen Früchte magische Kräfte haben. Wer von ihnen isst, wird in diesem Moment verwandelt werden. Er wird mit Liebe erfüllt sein und dem Paradies in Freude dienen. Du bist auserwählt, allen Gefahren zu strotzen und mutig diesen Apfel seiner Bestimmung zuführen. Erwarte nur den Tag. Es wird werden. Als das kleine Schweinchen erwachte, war es mit einem ganz großen Freudegefühl erfüllt. So etwas hatte es noch nie gefühlt. Es erzählte seinen Geschwistern von diesem Traum, doch alle lachten es aus. Das Schweinchen wurde ganz traurig. Niemand wollte daran glauben, dass es allen irgendwann besser gehen würde. Alle hatten sich damit abgefunden, dass sie in einem ein gezäunten Gelände lebten: Außen ein großer Zaun und innen noch ein Elektrozaun. Immer wieder wurden einige seiner Artgenossen abgeholt und kamen nicht mehr wieder. So oft hatte es geweint, weil es einen Schmerz im Herzen fühlte, den es sich nicht erklären konnte. Ihm wurde gesagt, dass sie als Nahrung für die Menschen dienen und dafür hier leben in diesem Gelände voller Schmutz und Schlamm. Angst erfüllte seither sein Inneres und die Angst war es, die es vor den Menschen flüchten ließ. Doch seit diesem Traum war ein kleines Licht in seinem Inneren geboren – ein Hoffnungsschimmer, dass es anders werden kann. Es wurde Weihnachten. Die meisten seiner Familie waren nicht mehr da. Nie würde das kleine Schweinchen das ängstliche Quieken und die Blicke aus den Augen vergessen können, als sie abtransportiert wurden vom Hof. Am ersten Weihnachtstag war es, als plötzlich ein Raunen durch die Schweinefamilien ging. Am Weg war ein weiß gekleideter Mensch erschienen. Sie schauten wie gebannt in seine Richtung. Dieser Mensch strahlte eine Güte und stille Freude aus, die sie im Herzen berührte. Es war eine Frau, die einfach nur dastand und mit liebevollem Blick zu ihnen hinschaute. Wie von unsichtbarer Hand an einer Schnur herangezogen, bewegten sich alle – erst langsam, dann immer schneller – in Richtung dieser Frau. Die kleinen wagten sich sogar unter dem Elektrozaun hindurch, um ihr ganz nahe zu sein. Das kleine Schweinchen war am mutigsten. Es lief bis zum äußeren Zaun und schnüffelte an der ausgestreckten Hand der Frau. Plötzlich geschah es: Ihre andere Hand erhob sich und darin sahen sie alle einen Apfel. Sie hob den Arm und warf den Apfel in das Gehege. Alle rannten sie zu dem Apfel. Doch sie konnten nichts besonderes an ihm entdecken. Auch das kleine Schweinchen flitzte zu dem Apfel, sich an seinen Traum erinnernd. Als es den Apfel erreichte, waren alle anderen schon weggelaufen. Der Apfel begann von innen zu leuchten, als das kleine Schweinchen ihn erreicht hatte. Es wusste, dass es DER Apfel aus seinem Traum war. Es schnappte sich den Apfel, um ihn in Sicherheit zu bringen hinter dem alten Baum, so wie es ihm im Traum erschienen war. Doch als das Schweinchen den Apfel im kleinen Mäulchen dahin laufen wollte, bekamen plötzlich auch die anderen Interesse. Das Kleine nahm seinen ganzen Mut zusammen und sagte sich immer wieder: Ich schaffe das! Es wusste, dass es an ihm lag, den Traum vom Paradies am Leben zu halten und dafür den Samen zu legen. Es trotzte allen Gefahren und der Dunkelheit der Ängste in ihm. Endlich erreichte es mit klopfendem Herzen den alten Baum und legte den Apfel ab. Plötzlich hörte es eine Stimme in seinem Herzen. Iß den Apfel, er wird Dich stärken und schützen. Nur die Kerne im Inneren lass übrig und vergrabe sie im Erdreich. Das kleine Schweinchen gehorchte und tat, wie ihm geheißen. Es fühlte sich danach reich beschenkt und glücklich wie nie. Da sah es zu der Frau hinüber, die alles mit einem frohen Lächeln beobachtet hatte. Es lief zu ihr hin. Die Frau sprach: Aus diesen Kernen wird in kurzer Zeit ein stattlicher Baum heranwachsen, der alle, die ihn erblicken, zu sich ziehen wird. Jeder wird von seinen Früchten essen wollen und durch das Essen des Obstes von der göttlichen Liebe erfüllt sein. Dadurch erwacht auch die Achtsamkeit und Demut vor der Schöpfung Gottes wieder – Leid und Schmerz werden aufhören zu existieren. Du kleines Schweinchen bist Deinem inneren Ruf gefolgt und hast Deiner Bestimmung gemäß gehandelt. Du wirst auf ewig ein Symbol des Glückes sein.

 

Das kleine Schweinchen konnte kaum glauben, was die Frau gesagt hatte. Doch in seinem Herzen spürte es die Wahrheit ihrer Worte. Niemand holte es, um den Menschen als Nahrung zu dienen. Es beobachtete den Wuchs des Baumes und war erfüllt von einer nie gefühlten Freude.

 

Es kam der Tag, an dem der Baum die ersten Früchte trug. Einige warf er ab, direkt ins Tiergehege. Die Tiere, die sie aßen, erhielten die gleiche Immunität und innere Freude, wie das Schweinchen selbst. Am Silvestertag kamen die ersten Menschen, die des Baumes ansichtig wurden. Der erste pflückte sich einen Apfel und biss hinein. Man konnte dem Wandel direkt zuschauen. Ein inneres Licht begann nach außen zu strahlen und er warf den Tieren einen liebevollen, wohlwollenden Blick zu. Immer mehr Menschen kamen und die Reihe derer, die von den Früchten kosten wollten, wurde immer länger. Doch es lag eine angenehme Ruhe und Stille über allem. Niemand drängelte sich vor. Es gab keine böse Worte und die Früchte auf dem Baum wurden nicht weniger. Einige der Menschen, die schon von den Früchten gegessen hatten, begannen, die Zäune zu entfernen, sodass die Tiere in Freiheit gelangten. Irgendwann fragte jemand: Seit wann steht dieser Baum hier? Und da erzählte eines der Artgenossen vom Schweinchen die ganze Geschichte. Man wollte das kleine Schweinchen auf Kissen betten, um ihm besondere Ehre zu erweisen. Doch das kleine Schweinchen wollte dies nicht. Es wusste, dass es nicht sein Verdienst war, sondern dass es Gott war, der all das getan hatte. Es selbst war nur der Schlüssel zu dem unsichtbaren Tor, dass die Vorsehung wahr werden liess. Es fühlte sich am wohlsten in der Natur und so blieb es auch da. Doch die Menschen schufen ihm ein Denkmal und als Erinnerung an seine mutige Tat zur Wiedererweckung des Paradieses auf Erden, in dem die Liebe alles neu gestaltet und der Mensch dem Leben dient und es achtet, wird zum Neujahrstag ein kleines Schweinchen verschenkt. Dieses ist bleibende Erinnerung daran, dass es auf die mutige Tat ankommt, um den Träumen in unseren Herzen, Leben einzuhauchen. Es erinnert daran, dass es nicht auf díe Größe ankommt, sondern auf Glauben und Vertrauen, dass Träume wahr werden und Gottes Liebe durch den, der handelt, wirken kann.

 

Dass dies kein Märchen ist, zeigen die Bilder von dem kleinen, mutigen Schweinchen… wenn ein Tier das kann, sollten wir Menschen dies erst recht bewerkstelligen können. Da nichts im Universum sterben kann, wird auch der Traum vom Paradies auf Erden auf ewig leben, bis… es wieder werden wird. Denn auch Gottes Wort bleibt auf ewig wahr und seine Liebe hält den Traum in den Menschen wach. Und sei es auch nur einer, der diesen in sich bewahrt, um ihn mit anderen zu teilen. Ein neues Jahr – ein neues Glück… schaut nach vorn und nicht zurück.

 

Möge das Glück in Dir fühlbar werden und bleibende Wohnstatt in Dir finden.

 

So sei es!

 

Ines Evalonja

 

Wir werden gebraucht als Engel für andere! Hören wir der leisen Stimme in uns zu, wenn sie uns ruft, etwas zu tun!!! „heart“-Emoticon

In einem wunderschönen Naturbad - umgeben von Blumen, Libellen und Schmetterlingen - sitzt ein kleiner Junge auf einer Bank. Er wirkt zerbrechlich und unsagbar traurig. Er hat den Blick zu Boden gewandt - auch als eine alte Dame zu ihm spricht, die neben ihm auf der Bank sitzt.Ich spüre im Herzen den Impuls, dass ich zu ihm gehen und ihm etwas schenken soll. In meiner Tasche finde ich einen verpackten Keks. Ich hocke mich vor das Kind und frage ihn, ob er den Keks haben möchte - der Junge nickt. Ich sehe ein Pflaster auf seinem Knie und frage, ob er Schmerzen hat, er nickt. Dass ich puste, wollte er nicht. So packte ich den Keks aus, wickelte das Papier darum und gab ihm den Keks. Ich sagte ihm, dass das ein Wunderkeks sei. Wenn man ihn ist, sind die Schmerzen vorbei. Ich ging zu meinem Platz zurück und beobachtete ihn. Ganz langsam knabberte er den Keks. Das Papier zog er immer wieder ein wenig weiter hinunter. Es sah aus, als zelebriere er dieses Essen regelrecht. Inzwischen hatte sich eine Frau mit auf die Bank gesetzt, die ein Säugling an sich gebunden trug - es schlief selig. Die beiden Frauen unterhielten sich über seinen Kopf hinweg über vielerlei - Therapien u.ä. Ich nahm meine Aufmerksamkeit weg vom Gespräch und schenkte sie und liebe Gedanken ganz dem Jungen. Er aß still den Keks und als er fertig war, ging ich zu ihm und nahm das Papier, um es in einen Mülleimer zu werfen. Ich fragte, ob es schon besser gehe. Ein leises Lächeln huschte über sein Gesicht und er nickte. Ich strich ihm über das Haar und ging zu meinem Platz zurück. Er blieb sitzen und schaute verständnislos zwischen den neben ihm sitzenden Frauen. Sie beachteten ihn nicht. Er war wie Luft. Ich wusste nicht, zu wem der Junge gehört. Ich bete für dieses zarte Kind. Plötzlich hellte sein Gesicht auf, er erhob sich und rannte zu einem Steg im Wasser ca. 100 m entfernt. Dort schlang er mit einem Lachen die Arme um den Hals einer Frau - wie sich herausstellte, war es seine Mutter. Auch sie begrüßte ihn nun in Freude und die Welt war wieder in Ordnung.

Ein anderer Junge sprang voller Freude immer wieder ins Wasser von dem Steg. Leider wird Holz rutschig und niemand hatte dem Jungen dies gesagt. Plötzlich rutschte er hab und schürfte mit Rücken, Schulter und Kopf am Steg entlang und plumpste ins Wasser. Er weinte bitterlich. Sein Mutter nahm ihn gleich in den Arm und tröstete ihn. Bald waren die Tränen versiegt. 
Als der Vater kam, nahm er den Jungen. Er sagte plötzlich: Dein Kopf ist hinten auf, ich kann darin all den Blödsinn sehen." Der Junge schrak zusammen und fragte ängstlich, ob das stimmt. Ich konnte nicht an mich halten und versicherte dem Jungen ruhig, dass es nicht stimmt!

Es wäre so schön, wenn weniger geredet würde und wenn, dann Worte, die hilfreich und aufbauenden sind. Ehrliche Worte. Liebevolle Worte.

Möge die Liebe unsere Herzen erreichen und uns zum Tun bewegen im richtigen Moment - mögen wir wieder in Liebe Handelnde werden. Jeden Tag ist hierfür Gelegenheit! Schauen wir hin, wenn uns ein Hilferuf im Herzen ereilt. „heart“-Emoticon

 Die wunderbarsten Geschichten erlebt man doch immer noch selbst  
Als ich von meiner 2. Runde Glückskleefinden (Die erste wurde unterbrochen durch heftigen Regen, vor dem ich zuerst unter Bäumen Zuflucht suchte. Da es nicht aufhörte, lief ich dann doch zum Auto und harrte da - ein wenig wie ein begossener Pudel so naß *lach - aus, bis der Regen aufhörte) zurück zum Auto kam, waren da der Eisverkäufer, der immer mit seinem gelben Bus am Rhein an der ersten Rampe steht und die Menschen mit seinem Eis erfreut, ein lieber Bekannter, eine SEHR lustige junge Dame namens Barbara und Junji ein Japaner versammelt - alle recht aufgekratzt, lachend... Wie sich herausstellte, war Junji der Grund für die aufgeweckte Stimmung. Junji Miyoshi startete vor einigen Wochen in der Schweiz (dorthin flog er von Osaka - Japan aus) zu Fuß - sein Ziel ist Oslo, wo er am 8./9.9. ankommen möchte.Er bedankt sich damit für die Hilfe der Menschen in den Tsunamigebieten und Fukushima. Wir hatten sehr viel Freude zusammen. Junji ist 71 Jahre alt. In Deutschland war ist er zum ersten Mal. Er mag die freundlichen Menschen und er liebt den Rhein. Barbara begeisterte ihn für die Idee, sich Baden-Baden anzusehen und hier zu übernachten. Und so nahm ich ihn im Auto mit, weil außer Barabara, ihrem Fahrrad und dem Gepäck von Junji im Auto meines Bekannten niemand mehr Platz gehabt hätte. Wir fuhren zur Jugendherberge nach Baden-Baden, wo er neben einer preiswerten Unterkunft auch noch ein leckeres Abendessen erhielt. Die Jugendherberge ist nicht nur wegen der wunderschönen Lage, sondern vor allem wegen der SEHR zuvorkommenden und hilfsbereiten Mitarbeiter zu empfehlen! Junji war jedenfalls sehr glücklich und wir freuten uns auch für Junji  Im Auto erzählte mir Junji, dass er verheiratet ist, eine Tochter und einen Sohn hat. Als ich ihn fragte, ob sie ihn für etwas verrückt halten, so etwas zu tun, verneinte er lachend... sie sind stolz auf ihn.Junji "verbraucht" auf der Strecke 4 Paar Schuhe, sagte er mir - es ist ja schon eine ganz schöne Strecke, die er da zu Fuß zurücklegt. Barbara und Dragan fuhren mit Junji noch in die City, um ihm Baden-Baden zu zeigen. Morgen möchte Junji weiter zu Fuß Richtung Karlsruhe... Im Internet findet man noch einige Informationen mehr zu ihm... und sicherlich auch in Zeitung und Fernsehen... da ich weder fern sehe, noch Zeitungen lese, ist es wohl besonderes Glück, diesem Menschen auf seinem Weg begegnet zu sein  Jedenfalls bin ich dankbar für die Herzensbegegnung mit diesem 71jährigen, lebenslustigen Mann aus Japan - möge er noch viele fröhliche Begegnungen und Erlebnisse auf seinem Weg bis nach Oslo haben. Anbei einige Fotos.