Ich bin ein Glückskind

 

Die Erde...

ein Garten voller Kinder,

die nach und nach zu ihrer wahren,

der geistigen Grösse finden.

Dann erschauen sie eine Welt

voller Wunder und unaussprechlicher Schönheit.

JETZT ist die Zeit für JEDEN von uns,

sich an das Paradies und unsere Rolle darin zu erinnern!

 

 

Ines Evalonja

 

"Werdet wieder wie die Kinder... "

Eine Welt voller Glückskinder, was für eine wundervolle Vorstellung!

In allen von uns ist noch das Kind, das LEBEN möchte!

"Ich bin ein Glückskind" ist eine Lebenseinstellung... etwas, woran wir glauben können.

 

 

Wie sind denn Glückskinder so?

 

Glückskinder

 

sind hilfsbereit und wissen, dass wir miteinander stärker sind

träumen gern

haben Freude daran, Neues zu entdecken

sind freundlich

lieben Umarmungen

glauben an sich selbst

verzeihen ihren Freunden und anderen Menschen

lieben es, in Gedanken an ferne Orte zu reisen

lachen viel, denn lachen ist gesund

singen gern

haben Vertrauen in ihre Fähigkeiten

sind mitfühlend

gehen liebevoll mit anderen um

finden immer einen Grund, fröhlich zu sein

vergeben gern Komplimente

haben Freude daran, ihre Ideen zu teilen

basteln gern und lassen ihrer Fantasie freien Lauf

bewegen sich gern, weil das dem Körper gut tut

spielen gern

glauben daran, dass Wünsche sich erfüllen

glauben an Wunder, deshalb geschehen auch welche

zeigen ihre Gefühle

fragen nach, wenn sie etwas nicht verstehen

lernen gern

schenken von Herzen gern

verhalten sich zuvorkommend

sind ehrlich

fühlen sich leicht und frei

sind achtsam

genießen schöne Momente

erinnern sich oft und gern daran, was alles schön war

sind voller Neugier und achten auf ihre Umgebung

sind von Herzen dankbar

lieben die Natur

wissen, was sie glücklich macht

sind begeistert

sind motiviert

teilen gern mit anderen

halten gern Ordnung

glauben an Glücksbringer

gönnen sich Ruhepausen

sind tierlieb

glauben an ihren Schutzengel

tauchen gern in die Magie der Farben ein

sind gute Freunde

 

 

 

 

Buch "Glückskind - Die Geschichte einer besonderen Freundachaft"

ISBN 978-3-7386-2692-6

Zu bestellen u.a. hier:

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Ein Ort,

wo es nur glückliche Kinder gibt...

Was für ein Traum!

"Ich bin ein Glückskind!

Das Leben ist schön!"

Wir sind es,

die Träume verwirklichen und

erfüllt vom Himmelslicht der Freude

wieder den von IHM gegebenen Glückspfaden

in der Natur folgen,

wo die Glücksspuren sicht- und unsichtbar

verborgen sind.

Wir brauchen nicht erst Spiele erfinden,

denn das herrlichste Spiel ist das Leben selbst und

auch die Schatzsuche, die in uns und durch uns

immer wieder Anfang und Ende findet...

bis wir das Leben als unendliches, immerwährendes

Wunderwerk begreifen,

in dem die LIEBE uns führt,

damit uns alles gegeben ist,

für dieses immer gleiche Ziel:

Ein Leben in der großen Liebe des einen Gottes -

unseres gemeinsamen Vaters.

Ein Leben wie im Himmel,

welches auf der Erde die Entsprechung findet,

wenn uns wieder der Lichtstrom der Heimat durchfließt und wir SEINEM schönen Geist entsprechend zu LEBEN wissen.

Die FREUDE ist das,

was uns mit dem Himmel verbündet und all das,

was wir in ihr zum Wohl der Natur und

damit auch für uns tun.

Der Himmel hilft SEINEN Kindern,

im Paradies zu erwachen und

glücklich zu SEIN.

 

 

Ines Evalonja

 

Die Brücke ins Paradies

 

Das Mädchen Bellamaria saß einmal wieder unter ihrem Freund, dem Apfelbaum, und weinte bittere Tränen. All die Schmetterlinge und Libellen, die sie in vergangenen Jahren bewundert hatte, kamen nicht mehr. Das Summen der Bienen war verstummt, Blumen hatten kaum mehr Duft. War sie im Wald unterwegs, hörte sie nur selten Vogelstimmen und nach den Menschen, die früher auf den unzähligen Waldpfaden unterwegs waren, fragte sie schon lange Zeit nicht mehr. Ihr Herz war so schwer geworden, dass sie nur noch gesenkten Hauptes durch die Tage ging. Es kam nur selten vor, dass es eine Pause zwischen den Tränensturzfluten gab.

 

 

Im Himmel sorgte dies für immer mehr Besorgnis. Man hatte dort gehofft, dass sie sich eines Tages wieder erinnern würde, dass allein eine Umarmung ihres Baumfreundes reicht, um in ihr Herz wieder Sonne strahlen zu lassen. Doch sie schien auch vergessen zu haben, dass es ausreichte, eine einzelne Blume mit einem Lächeln zu betrachten und schon würde die Freude zurückkehren. Doch Bellamarie schien vollkommen abgeschnitten zu sein von der Brücke, auf der sie ins Paradies gelangen konnte.

 

 

So beauftrage der Große Rat einen kleinen Engel, der gerade erst seine Flügel bekommen hatte. Für ihn war es sein erster Auftrag, um einen Menschen wieder zurückzuerinnern, was das Geheimnis der Tränen ist. Und so machte sich der kleine Engeljunge Adamus auf den Weg zu jenem Apfelbaum, dessen Wurzeln schon Schaden zu nehmen begannen, an dem nicht enden wollenden, salzhaltigen Strom von Bellamarie`s schmerzvollen Tränen. Dieser zerstörende Strom stockte erst, als etwas ihr über den Kopf strich. Sie hebt ihren Kopf und traut ihren Augen kaum, als sie vor sich die Lichtgestalt eines Engels wahrnimmt. Ungläubig wischt sie sich über die Augen. Doch was sie sieht, bleibt.

 

 

Adamus hebt zu sprechen an: „Warum weinst du liebliches Mädchen?“

 

Bellamarie fragt mit dünner Stimme: „Wer bist du?“

 

Adamus antwortet: „Ich bin Adamus und wurde geschickt, um Deine Tränenflut zu stoppen. Warum weinst Du denn ohne Unterlass?“ Bellamarie beginnen wieder große Tränen aus den Augen zu kullern und schwer hebt sich ihr Brustkorb beim Atmen. Dann erzählt sie stockend von ihren Beobachtungen:

 

„Weißt Du, kleiner Engel, meine glücklichste Zeit erlebte ich immer in der Natur. Ich fühlte mich immer voller Freude beim Tanzen durch die Wiesen gemeinsam mit den Schmetterlingen und Libellen. Die Blumen verströmten einen zarten Duft.Den Vögeln im Wald zuzuhören war reinste Wonne und auch mit den Wanderern unterhielt ich mich so gern. Alles, was mein Herz erfreute, scheint immer weniger zu werden und auch die Bäche und Flüsse trocknen immer mehr aus. Dazu kommt, dass ich kaum noch jemanden fröhlich sehe und der Himmel hat immer seltener die schönen Federwolken. Meist ziehen nur dunkle Gewitterwolken am Firmament umher. Wie soll ich da nicht weinen?“

 

 

Adamus kratzt sich am Kopf und nickt verständnisvoll. Da erscheint die Sonne hinter einer dunklen Wolke. Er beginnt Bellamarie das Geheimnis der Tränen zu erklären. Weißt Du, mit den Tränen ist es so: Je mehr Du aus Kummer und Leid weinst, umso mehr schadest Du allem Leben. Das Salz dieser schmerzvollen Tränen laugt das Erdreich unseres Lebensraumes aus.

 

Das Wasser ohne Salz, das Menschen, Tiere und Pflanzen so dringend zum Leben brauchen, wird immer weniger, dadurch trocknen auch die Bäche und Flüsse immer mehr aus. Der Lebensraum für alle wird immer kleiner und die Dunkelheit nimmt immer mehr Raum ein, weil das Licht nicht mehr in das Innere der Menschen vordringen kann. Der Kontakt mit dem Funken, der die Freude der Menschen entfacht, wird immer kleiner, bis er irgendwann ganz erlischt und nur noch ein Wunder ihn wieder beleben kann. Die Freude ist, was den Menschen belebt und ihn ins Bewusstsein der Liebe hebt. Die Freude verwandelt das Salz der „schmutzigen“ Tränen in einen Zaubercocktail um, der selbst tot Geglaubtes wieder zum Leben erweckt. Durch Deine traurigen Gedanken erzeugst Du selbst immer mehr von den dunklen Gewitterwolken. Da alles miteinander kommuniziert und verbunden ist, verschwindet nach und nach all das, was den Menschen an Leichtigkeit, Lebensfreude und die Liebe erinnert. Kannst Du das verstehen?“

 

 

Mit großen Augen hatte Bellamarie dem kleinen Engel Namens Adamus gelauscht. Und schon wieder begannen Tränen aus ihren Augen zu laufen, als sie antwortet:

 

 

„Das heißt, ich bin schuld an all dem?“

 

 

Der kleine Engel hebt hilfesuchend seine Arme gen Himmel, denn er weiß nicht, was er darauf sagen soll. Doch da kommt ihm eine weise uralte Eule zu Hilfe, die auf einem Baum ganz in der Nähe sitzt.

 

„Nein, kleine Bellamarie. Du hast keine Schuld. Es ist die dunkle Kraft, die noch auf der Erde weilt. Sie lockt die Menschen fort aus der Natur. Sie sagt ihnen, dass all das, was den Menschen und alles um ihn herum, in irgendeiner Weise schädlich sei. Sie lenkt die Menschen ab von allem, was sie gesund erhält und so leben sie auf eine Weise, die die Dunkelheit in ihnen immer mehr fördert und sie sehen nicht mehr, dass all das nur Ablenkungsmanöver sind, um die Freude von ihnen fernzuhalten, damit die Brücke ins Paradies in Vergessenheit gerät. Wenn nur die Kinder wieder nach draußen dürften und so wie früher Freude an den kleinsten Dingen hätten, anstatt sich immer mehr zu wünschen und Ärger zu empfinden, wenn sie einmal etwas nicht bekommen von dem, was man mit Geld bezahlen muss.“

 

 

Erstaunt schaut Bellamarie abwechselnd zu der alten wunderschönen schneeweißen Eule und dem kleinen strahlenden Engel. Ein Hoffnungsschimmer blitzt in ihren Augen wie ein Komet in dunkler Nacht.

 

„Heißt das, wenn ich Freude habe und mir wieder Freudentränen über die Wangen rinnen, kehrt sich alles wieder um?“

 

 

Der kleine Engel und die Eule nicken im selben Augenblick. Die Eule spricht weiter:

 

„Meinst Du, Du kannst Deine Freunde dafür gewinnen, wieder Spiele im Freien zu machen, Blütenkränze zu winden, zu tanzen und solche Dinge?“

 

Bellamarie zuckt ratlos mit den Schultern. Doch da springt der kleine Engel ein:

 

„Ja, ich denke, dass schaffen wir! Du hast doch in zwei Tagen Geburtstag! Wir bereiten ein grandioses Fest mit Spielen im Freien vor und Du verteilst heute noch Einladungen!?“

 

Bellamarie schaut betreten zu Boden:

 

„Wem soll ich den Einladungen geben? Ich habe keine Freunde mehr, weil ich mich nicht für all das technische Zeugs interessiere, mit dem sie sich beschäftigen und auch sonst nicht tue, was sie tun.“

 

Adamus und die Eule schauen sich an und überlegen. Da hat der kleine Engel eine Idee!

 

"Wir bereiten das Fest vor und an Deinem Geburtstag wird es ein himmlisches Ereignis geben, was alle nach draußen locken wird. Glaub mir, sie werden von allein an all den scheinbar vergessenen Spielen Freude haben! Das fühle ich.“

 

Die Eule schlägt aufgeregt mit ihren Flügeln, erhebt sich und fliegt zurück in den Wald. Dort informiert sie die Tiere, die ihrerseits zu diesem Ereignis beitragen wollen, damit alle wieder unter dem blauen Himmelszelt in Frieden miteinander leben können.

 

 

Zwei Tage später sieht es rings um den Apfelbaum ganz anders aus. Überall stehen bunt gedeckte Tafeln, die der Himmel mit Köstlichkeiten aus Mutter Natur bestückt hat. Überall in der Luft hängen bunte Wimpelketten, die von Vögeln gehalten werden und im lauen Sommerwind zu tanzen scheinen. Die Tiere des Waldes sind Teil von unterschiedlichsten Spielparcourts geworden, die darauf warten, von den Kindern spielend eingenommen zu werden. Am nahe gelegenen Bach sprudelt frisches Wasser und es stehen Materialien bereit, um kleine Boote zu bauen und Wehre zu errichten – so, wie sie es zu früheren Zeiten getan hatten.

 

 

Als alle Vorbereitungen beendet sind, pfeift der kleine Engel auf seinen Fingern ein so wunderschönes Lied. Die Melodie rollt sich aus, wie ein riesiger bunter Teppich aus Tönen. Man kann sehen, wie dieser die Wände der Häuser durchdringt. Was Bellamarie nicht weiß, ist, dass diese Melodie nur in die Herzen der Kinder eindringt und diese so sehr berührt, dass sie förmlich wie von einem Magnet nach draußen gezogen werden. Alles, womit sie gerade noch eifrig und wie hypnotisiert beschäftigt waren, bleibt liegen und stehen und sie kommen nach draußen. Alle Mädchen und Jungen – klein und groß – kommen aus den Häusern und stehen zuerst mit offenen Mündern da. Dann plötzlich – als wären sie aus einem Traum erwacht – kommen sie angerannt und staunen beinahe Bauklötzer über all die Vorbereitungen am Apfelbaum. Wie auf ein unsichtbares Kommando hin, erobern sie all die Plätze an den Tafeln und Spielplätzen. Es ist ein Bild, was jedem, der es sieht, nur ein frohes Lächeln entlocken kann. Sie spielen und tanzen, singen und springen umher und die Tiere sind vertrauend mitten unter ihnen.

 

 

Da breitet der kleine Engel Adamus seine Flügel und Hände aus und ein riesiges Regenbogenlicht reicht vom Himmel direkt bis hin zum Apfelbaum. Etwas beginnt die Kinder im Herzen zu verbinden und ein Strom aus Freudentränen benetzt die Erde. Schnell bilden sich daraus kleine Bäche, die in alle Richtungen fließen. Überall heben die Blumen ihre Köpfe und erstrahlen in neuem Glanz und verströmen ihre Düfte. Plötzlich tanzen ringsum Schmetterlinge und Libellen und die Kinderaugen strahlen wie sonst nur im Glanz der Kerzen an Weihnachten. Da kommen, wie von magischer Hand nach draußen gezogen, auch die Erwachsenen an die frische Luft. Es scheint, als würde ein grauer Schleier von ihren Herzen und Seelen enfernt. Sie werden zu den Kindern, die sie einst waren und reihen sich ein in das Bild beglückenden Friedens und einer Freude, für die es keine Worte gibt.

 

 

Der Bann ist gebrochen und das Tor zum Paradies wieder offen. Noch einmal wiederholt der kleine Engel vor all den Kindern das Geheimnis der Tränen, damit es für immer in ihren Herzen steht: Tränen aus Kummer und Schmerz geweint, verdunkeln die Erde und auch Euer Inneres. Sie verhindern, dass ihr euch gernhabt und miteinander in Freude lebt. Jeder schöne Gedanke vertreibt dunkle Gewitterwolken und jede Freudenträne weckt duftende Blumen, Schmetterlinge und Libellen, um mit euch gemeinsam zu tanzen. All die Köstlichkeiten in der Natur schmecken wie der Sonnenschein und beleben wie das klare Wasser Eure inneren kleinen Engel, die Euch zu wunderschönen Abenteuer führen!“ Bellamarie erhält von Adamus an einer goldenen Kette ein vierblättriges Kleeblatt. Es besitzt die Zauberkraft das Tor des Paradieses unsichtbar zu machen und all jenen Zutritt zu gewähren, die die Liebe als das Wichtigste im Leben ehren.

 

Die Kinder bilden Hand in Hand einen großen Kreis um Adamus und singen ihm ein Lied:

 

 

Ein kleiner Engel aus dem Himmel

 

hat uns die Brücke neu gebaut.

 

Seine Flügel umarmen so warm,

 

dass man ohne Ängste dem Leben vertraut.

 

Kleiner, schöner Adamus,

 

wir senden Dir nun jeden Abend einen Gruß,

 

damit auch Du nun immer Freudentränen

 

weinen musst.

 

Ein kleiner Engel kam vom Himmel

 

und rettete uns aus der Dunkelheit,

 

sein Licht war erst klein,

 

doch durch das Licht unserer Herzen

 

wird es heller als die Sonne sein.

 

 

 

Der kleine Engel strahlte in allen Farben, die das Universum kennt und wurde zum ersten Engel, der selbst Freudentränen weinen konnte. Und so regnete es fortan in jeder Nacht das so wichtige Trinkwasser vom Himmel und das Gleichgewicht zwischen Süß und Salzig war für alle Zeiten wieder hergestellt. Bellamarie und alle anderen winken dem kleinen Engel lange nach, der nach diesem geglückten ersten Auftrag in Begleitung aller Vögel des Waldes, der Schmetterlinge und Libellen wieder gen Himmel flog, wo er vom Großen Rat der Engel Goldene Flügel verliehen bekam. Die Vögel, Schmetterlinge und Libellen kehrten mit einer neuen Art zurück: Regenbogenfarbene Schmetterlingslibellen, die ein wunderwirkender Duft umgab, der dunkle Gedanken und Wolken sofort in helle und freudig stimmende umwandelt.

 

Die Brücke ins Paradies sind frohe Gedanken und die Freude an einem einzigen Augenblick – so winzig und klein das, woran man Freude hat, auch sein mag. Die Freude ist das wertvollste Geschenk des Himmels, denn sie verbindet in Windeseile mit der Zauberkraft der Liebe. Der Himmel hat der Erde geschworen, dass es eine Welt voller Glückskinder geben wird.

 

 

Aufgeschrieben von Ines Evalonja – Mai 2017